Dieser Beitrag kommt aus der Ev.-luth. Kindertagesstätte Arche.
Kirche hautnah – Wie machen wir das in der Arche?
In unserem Blogbeitrag wollen wir euch heute vorstellen, wie wir den Glauben praktisch in unserer Kita und in unseren Rahmenplan integrieren. Vielleicht ist das auch etwas für euch oder die Eltern zu Hause.
Zur Vorbereitung bedarf es einer Rahmenplanung.
- Wie lange wollt ihr das Projekt durchführen?
- Welche(n) feste(n) Tage soll es für das Projekt geben?
- Welche Gruppe(n) sollen involviert sein?
- Welche Nebenziele hat das Projekt? Im Fokus der Bildungsbereiche!
- Welche geistlichen Vertreter sollen involviert sein?
(Pastor o. Fachkräfte im Verband)
- In welchen Themen liegen die Bedürfnisse der Kinder?
- Wie sieht der christliche Kalender des Jahres aus?
Wir haben uns in unserem Fall für ein Jahresprojekt entschieden und uns an dem christlichen Jahreskalender orientiert:
| September | Gebet, Gottes Segen & gute Wünsche | Dunkelblau |
| Oktober | Erntedank | Orange |
| November | Martini | Gelb |
| Dezember | Weihnachten | Rot |
| Januar | Drei Heilige Könige | Gold |
| Februar | Fastenzeit | Lila |
| März | Palmsonntag | Grün |
| April | Ostern | Weiß |
| Mai | Himmelfahrt | Silber |
| Juni | Pfingsten | Rosa |
| Juli | Abschluss – Rückblick – Segen | Hellblau |
Wir haben nach der Eingewöhnung im August den September als Startmonat für unser Projekt ausgewählt, um allen Kindern einen reibungslosen Start in das neue Kita-Jahr zu ermöglichen.
Uns war es wichtig, dass wir das Kita-Jahr mit dem Segen starten und den Kindern den Zugang dazu öffnen. Wir thematisieren das Thema Gebet und Segen und sprechen darüber, welche Wünsche wir für das neue Jahr haben und was wir unserem Nächsten für das kommende Jahr wünschen.
Genauso war es uns wichtig, dass wir mit den Kindern zum Ende des Kita-Jahres einen Abschluss schaffen und über das vergangene Jahr zu resümieren. An der Stelle sprachen wir uns ebenfalls einen Segen für das kommende Jahr aus. Für die Wege, die jeder Einzelne geht, und für die Wünsche, die wir ihnen mit auf den Weg geben wollen.
Für jeden Monat sollte es eine dementsprechende farbige Perle geben, die die Kinder am Ende des Monats bekommen (s. Übersicht). Die genaue Ausführung ist jedem selbst überlassen. Wir würden empfehlen ein Armband mit Perlen aufzufädeln oder ein Reagenzglas mit Edelsteinen zu füllen. Wir haben uns für Letzteres entschieden, um ein mögliches Verlieren der Perlen zu verhindern. Das Reagenzglas kann immer geschlossen werden und wird sicher verwahrt, die Kinder können es jederzeit anschauen.
An einem Planungstag im Sommer, kurz vor dem kommenden Kita-Jahr, saßen wir als Team zusammen und entwickelten ein Konzept für die Umsetzung des Projektes. Da wir als Haus zwei Gruppen betreuen, haben wir aus beiden Gruppen einen Verantwortlichen gewählt, der sich um Kommunikation und die grobe Planung der jeweiligen Monate kümmert.
So sah ein beliebiger Monat bei uns aus
Wir wählten für uns den Donnerstag als „Kigo-Tag“ aus. Kigo ist die Kurzform von Kindergottesdienst.
Am Anfang des Monats haben wir einen Elternbrief zum Thema des Monats verfasst und den Eltern einen Einblick in die kommenden Wochen gegeben.
Am ersten Donnerstag des Monats trafen wir uns mit unserem Pastor und unseren beiden Gruppen in der fußläufigen Kirche. Falls die Kirche für euch nicht zu erreichen ist, kann der „geistliche Vertreter“ auch zu euch in die Einrichtung kommen. In unserem Fall hat der Pastor den Monat thematisch mit einer Andacht gestartet und diesen damit eingeläutet.
Am zweiten Donnerstag haben wir den „Kigo“ in den einzelnen Gruppen gemacht, um eine gewisse Intimität der manchmal auch sensiblen Themen zu gewährleisten.
Am dritten Donnerstag haben wir uns mit beiden Gruppen gemeinsam, ohne Pastor, in der Kirche getroffen, um diese besser kennenzulernen und eine Regelmäßigkeit einzubauen.
Der vierte „Kigo“ im Monat wurde wieder in den einzelnen Gruppen gefeiert, um die Struktur und den Rhythmus beizubehalten. An diesem Donnerstag erhielten alle die Perle für den Monat.
So konnte durch den Wechsel zwischen einzelnen Gruppen, gemeinsamer Gruppen und Kirche – mit und ohne Pastor – ein bunter Rahmen geschaffen werden, der es uns ermöglichte, die Gruppendynamik zu stärken, den Kindern die Kirche und den Pastor bekannt zu machen, tiefere Themen in den einzelnen Gruppen näher zu behandeln und den Kindern die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkündigen.
Viele Materialien bezogen wir aus den reich gesegneten Ressourcen von Heike Schütz, die zu vielen dieser Themen gute Angebote hat, mit ein.
Außerdem formulierten wir ein Willkommenslied, welches unseren „Kigo“ ritualisiert einläutet.
Bei Fragen meldet euch gerne bei uns.


